Zwischen Glasvitrinen und Glitzer

Mein Urgroßonkel Hermann und der Vogelschiss
Am 20. Mai 2026 wurde in Ulm ein Stolperstein verlegt. Für Hermann Deibler. Ein kleines Messingquadrat im Pflaster, kaum größer als eine Handfläche. Und doch: endlich!

Die Krise der kleinen Gefühle
Süßigkeiten gegen Tränen, Tablets gegen Wut: Wir betäuben unsere Kinder, statt sie zu trösten. Die Folge ist eine Generation ohne emotionales Immunsystem. Ein dringender Appell aus dem Kita-Alltag.

An die Grenzen gesandt – mitten im Alltag
„An die Grenzen gesandt sein“ – so beschreibt die Gesellschaft Jesu ihren Auftrag. Das klingt nach fernen Missionen und heldenhaften Einsätzen weniger Auserwählter. Doch bei näherem Hinsehen liegen viele Grenzen näher – mitten im Alltag. Und an sie sind wir alle gesandt. Ein geistlicher Impuls von Jan Korditschke
Kommentare & Meinungen
HIER SCHREIBT JANA SAND
Wenn Gott das nicht regelt, gibt es ihn nicht
In der Krise wird gebetet, im Glück sich selbst gelobt. Warum nutzen wir Gott nur als letzten Ausweg? Eine persönliche Reflexion von Jana Sand.
HIER SCHREIBT JANA SAND

Das kann doch nicht so schwer sein …
Wir wollen Instagram für unter 14-Jährige verbieten – und schaffen es nicht einmal, beim Filmabend das eigene Handy wegzulegen. Was sagt das über uns aus?
HIER SCHREIBT SIEGFRIED GRILLMEYER

Integration auf Sparflamme
Seit kurzem werden Zugänge zu Integrationskursen massiv eingeschränkt. Siegfried Grillmeyer fragt: Warum blockiert die Regierung genau das, was Arbeit, Bildung und Teilhabe erst ermöglicht?
HIER SCHREIBT BERND KÄPPLINGER

Neutralität: Ein Zombie in Bildungsdebatten
In den letzten Jahren hört man wieder öfter die Forderung, dass pädagogische Arbeit in Aus- und Weiterbildung neutral sein müsse. Warum das in großen Teilen Unsinn ist, skizziert der Weiterbildungsforscher Bernd Käpplinger.
Sozial-ökologische Transformation
Das Heinrich Pesch Haus will mit dem Arbeitsschwerpunkt „sozial-ökologische Transformation“ einen Beitrag zu dem Dialog leisten, der für die Umgestaltung unserer Gesellschaft angesichts der Klimakrise nötig ist. Hier haben wir aktuelle Beiträge zum Thema für Sie zusammengestellt.
Hier schreibt Klaus Mertes
HIER SCHREIBT KLAUS MERTES
„Die Armen, schon wieder ein Fall!“
„Wir müssen Prävention so aufstellen, dass es niemals (!) mehr Missbrauch gibt.“ In Sachen Missbrauchsprävention hat sich in den letzten Jahren viel getan. Aber es besteht auch die Gefahr, dass mit neuen Maßnahmen auch eine neue Blindheit eintritt. Klaus Mertes setzt ein Warnzeichen gegen neue Vertuschungstaktiken.
»Ein guter Brief
ist heute ein Großereignis.«
Frank Berzbach
Das Heinrich Pesch Haus
Mitten in Ludwigshafen liegt ein Ort, der mehr ist als ein Tagungshaus: Das Heinrich Pesch Haus (HPH) ist Katholische Akademie, Bildungszentrum, Glaubensort und Hotel in einem – und seit über 50 Jahren ein lebendiges Forum für gesellschaftliche Fragen.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, man findet sich damit ab, dass unsere Gesellschaft und Einzelne unter ihren Möglichkeiten bleiben. Oder man engagiert sich für eine bessere Welt. Wir haben uns für die bessere Welt entschieden.
Obdachlos katholisch
Regina Laudage-Kleeberg ist sich sicher: Katholisch zu sein, das tut ihr gut – die Werte, die Traditionen und Rituale, darin fühlt sie sich zu Hause. Wenn da nur die Institution nicht wäre! Die legt es förmlich darauf an, die Gläubigen hinauszutreiben – und obdachlos katholisch zu machen. Wie bleibt man katholisch, wenn die Institution Kirche so menschenverachtend unterwegs ist? Und was, wenn die Kirche lernen würde, ihren Mitgliedern wieder ein Zuhause anzubieten?

Der andere Modus
Siegfried Grillmeyer beschreibt, wie die stille Zeit zwischen Nacht und Morgen unseren Blick auf uns selbst und die Welt verändert – jenseits von Achtsamkeits-Hype und Leistungsdruck.

Wenn die Kirche Boden gibt
In Ludwigshafen entsteht mit der Heinrich-Pesch-Siedlung ein Quartier, das anders gedacht ist als üblich: bezahlbar, ökologisch, sozial gemischt – und getragen von der Überzeugung, dass Wohnen mehr ist als ein Dach über dem Kopf. Pater Spermann, einer der Initiatoren, sieht darin ein Zeichen dafür, dass Kirche gesellschaftliche Verantwortung heute neu buchstabiert.

Unterschätzt die Jungen nicht!
Zu viele Krisen, zu viele Schlagzeilen – und am Ende das Gefühl, ohnehin nichts verändern zu können? Während sich viele Menschen von Nachrichten abwenden, zeigt ein überraschender Trend das Gegenteil: Jugendliche beteiligen sich stärker denn je. Was steckt hinter dieser neuen Lust auf Mitbestimmung – und was können wir davon lernen?

Spaziergänge für Augen und Seele
Johanna Beck und Stefan Weigand nehmen uns in ihrem neuen Buch „Gottes erstaunliche Häuser“ mit zu kleinen, intimen Entdeckungsreisen der besonderen Art ein. Sie führen uns zu 33 sehr unterschiedlichen Gotteshäusern, die unsere inneren Sinne öffnen können. Eine Buchempfehlung nicht nur für eingefleischte Kirchgänger.

„Deutsch ist wie ein Meer – es ist nie zu Ende“
Knapp acht Prozent der jungen Menschen verlassen die Schule ohne Abschluss. In Ludwigshafen können sie ihn in einem Ehrenamtlichen-Projekt nachholen. In kleinen Gruppen, mit Geduld und Verständnis. Für manche ist das eine Lebenschance.

Entdeckt die Kirchen neu
„Braucht es diese Kirche oder jene Kapelle überhaupt noch?“ Die Sparzwänge, aus denen heraus Bistümer handeln müssen, machen aus dieser Frage ein ernstes Thema. Kirchenschließungen sind keine exotischen Vorgänge mehr, sondern auf der Tagesordnung pastoraler Prozesse. Die Gefahr ist dabei, dass wir Kirchen gar nicht mehr als heilige Räume wahrnehmen – sondern auf finanzielle Verhandlungsmasse…
Heilige Moderne
Ein Bildband über markante Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne? Man könnte meinen, ein solches Buchkonzept lockt heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Und doch war die erste Auflage von „Sacred Modernity“ innerhalb von drei Wochen vergriffen. Stefan Weigand hat sich von dem Buch in den Bann ziehen lassen – und erteilt so manchem heimeligen Wunsch an Kirchengebäuden eine Absage.
Die meisten Menschen ahnen nicht, was Gott aus ihnen machen könnte, wenn sie sich ihm nur zur Verfügung stellen würden.
Ignatius von Loyola
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