Jesuiten Magazin

Sinn  

Blick in den Maschinenraum

JESUITEN – jetzt auch in Österreich, bald auch in der Schweiz

Ende April 2021 haben sich die Jesuiten in Deutschland, Lettland, Litauen, Österreich, Schweden und die Schweiz zur neuen Zentraleuropäischen Provinz zusammengeschlossen. Aus diesem Anlass hat auch das JESUITEN-Magazin einen Relaunch vollzogen. Gleichzeitig haben sich das österreichische und das deutsche Magazin zu einem gemeinsamen Magazin vereint. Das deutschsprachige Magazin soll auch mit der Schweiz ein neues Bezugsgebiet bekommen.  Hier blickt Tobias Zimmermann SJ als Chefredakteur des JESUITEN-Magazins auf die vergangene Redaktionszeit zurück und gibt Einblicke hinter die Kulissen.

Als ich als Student der Kunstpädagogik Ende der neunziger Jahre zur Redaktion der Vorläuferpublikation von JESUITEN stieß, das „An unsere Freunde“ hieß, wurde mir schnell klar, warum Johann Spermann SJ und ich als letzte verbliebene Jesuiten in Ausbildung noch bereit zur Redaktionsarbeit waren. Kein Wunder! Wir bastelten Artikel, auf Schreibmaschine getippt, noch mit Schere und Klebstoff zusammen. Die Auflage sank seit Jahren und lag damals bei 2000 Exemplaren. Damit war klar: So kann es nicht weiter gehen!

Die Geburtsstunde von JESUITEN

Ein kleiner Trupp Jesuiten – jetzt aus ganz Deutschland, die meisten noch in Ausbildung – unterstützt durch die Profis, Pater Richard Müller SJ und Thomas Busch von der Öffentlichkeitsarbeit der Provinz, nutzten die Gelegenheit der Vereinigung der Nord- und Süddeutschen Provinz, um eine neue Publikation unter dem Titel „Jesuiten“ aus der Taufe zu heben: Professionelles Layout, eigene Bildredaktion, kürzere Texte … Die Chefredakteure, zunächst P. Hermann Breulmann SJ, später gefolgt von P. Klaus Mertes SJ, gaben uns politische Rückendeckung für eine neue inhaltlichen Ausrichtung. JESUITEN sollte kein „Spendenblättchen“ sein. Wir wollten Menschen aller Schichten und Altersgruppen in – und jenseits der Grenzen der Kirche ansprechen mit Themen, die uns Jesuiten auf den Nägeln brennen, wenn wir auf Kirche und Gesellschaft schauen.

Eine Auflage von 60.000 Exemplaren

Heute hat JESUITEN allein in Deutschland eine Auflage von 60.000 Exemplaren. Wie konnte das gelingen? Ich denke, es ist die Mischung: Ein großes Team von meist jüngeren Jesuiten, viele noch in Ausbildung, die mit großem Engagement ihre Themen und Fragen einbringen. Soviel kann ich verraten:

Redaktionskonferenzen verbinden, machen Freude und sind spannende Runden des Nachdenkens und Diskutierens.

Welche Themen brennen uns unter den Nägeln? Aber welche davon sind wirklich wichtig? Und welche bewegen unsere Leserinnen und Leser? Und dann dieses unglaubliche Netzwerk von spannenden Menschen rund um den Orden, die bereit sind, als Autorinnen und Autoren ihre Perspektiven und Einsichten mit uns zu teilen – ein wunderbarer Schatz! Wir sind Ihnen allen so dankbar!

Das Ganze begleitet durch Profis, heute durch Pia Dyckmans aus der Kommunikationsabteilung des Ordens, durch unseren Bildredakteur Stefan Weigand mit seinem Team und für das Layout Martina Weininger. Nichts aber von all dem wäre gelungen, keine Ausgabe würde Sie heute als Leserinnen und Leser erreichen, ohne den unermüdlichen Einsatz eines hoch engagierten Teams vom Verein der Freunde. Danke! Zweifellos wären ähnliche Geschichten aus der österreichischen Redaktion zu erzählen. Ein andermal!

Jesuiten Magazin

Das Magazin JESUITEN

Jährlich erscheinen vier Ausgaben von JESUITEN. Die einzelnen Hefte widmen sich einem Themenschwerpunkt und berichten aus der Welt der Jesuiten. Sie erhalten die Hefte kostenlos mit der Post. Hier können Sie sie abonnieren:

Vorfreude auf neue Themen

Und jetzt? Eine Publikation für eine neue Provinz, für Zentraleuropa. Gemeinsam mit Mitbrüdern aus der ganzen Zentraleuropäischen Provinz dürfen wir nun für Leserinnen und Leser aus Österreich, Deutschland und der Schweiz schreiben. Wir freuen uns auf Sie alle! Sie bringen neue Themen und Perspektiven mit sich, die mindestens uns schon heute neugierig machen. Wir hoffen, Sie auch! Und der kleine Bericht von Lukas über seine Erfahrungen auf der Covid-Station in Litauen öffnet bereits eine weitere Tür: Liebe Mitbrüder, liebe Leserinnen und Leser aus Litauen: Wir freuen uns schon auf Euch. Und das winzige Sprachproblem kriegen wir auch noch gelöst.

Jetzt aber bleibt uns nur, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen kurzen Blick auf die ganze Redaktion zu ermöglichen. Und dann: Viel Freude am Lesen! Bleiben Sie uns gewogen!

Tobias Zimmermann SJ, Chefredakteur

Jesuiten Magazin
Ein Blick in das Archiv: Die Hefte der vergangenen drei Jahre

Tobias Zimmermann SJ

ist Priester, Pädagoge und Jesuit. Als Autor und als Mitbegründer des Zentrums für Ignatianische Pädagogik (ZIP), das er seit Oktober 2019 leitet, arbeitet Tobias Zimmermann an Projekten der Entwicklung der katholischen Schulbildung und Spiritualität, in der Schulentwicklung, im Coaching für Leitungskräfte und in der Fortbildung von Schulleitungen und Pädagogen. Seit Oktober 2019 ist er Direktor des Heinrich Pesch Hauses und wirkt mit an der Weiterentwicklung der Akademie im Bereich Online-Bildung, neue Schwerpunktthemen sowie an der Entwicklung der Heinrich Pesch Siedlung, einem Modellprojekt für soziale und ökologische Stadtentwicklung.

Foto: Stefan Weigand

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19.05.2022 Versöhnung

Gottlos beten

Kann ein Atheist beten?“, diese Frage wurde Niklaus Brantschen, Jesuitenpater und Zenmeister nach einem Vortrag gestellt. In seinem Buch „Gottlos beten. Eine spirituelle Wegsuche“ macht er sich Gedanken über die Kunst zu beten, zu glauben, zu leben, zu sterben und zu lieben. Wir bringen hier einen Auszug des Buches.

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16.05.2022 Versöhnung
Otl Olympia 1972 München

50 Jahre Olympia in München – 100 Jahre Otl Aicher

Am 13. Mai 2022 wäre Otl Aicher 100 Jahre alt geworden. Wie kein anderer brachte er seine Irritation über Widerstand und Tod seiner Freunde aus der Weißen Rose in die Gestaltung der Nachkriegsrepublik ein, etwa in der visuellen Gestaltung der Olympischen Spiele 1972 in München.

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12.05.2022 Versöhnung
Auszeit Zukunftswerkstatt

Im Schweigen verbunden

Passen Exerzitien zu mir? Jan Kirchner hat es bei der „Zukunftswerkstatt“ in Frankfurt ausprobiert. Er hat erlebt, wie heilsam Schweigen sein kann.

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