Erinnerung ist kein Ritual
Siegfried Grillmeyer war schon hundert Mal in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Erst beim letzten Besuch hat er verstanden, was Erinnerung dort eigentlich bedeutet.
Siegfried Grillmeyer war schon hundert Mal in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Erst beim letzten Besuch hat er verstanden, was Erinnerung dort eigentlich bedeutet.
Herz Jesu-Spiritualität: Das klingt nach verstaubter Volksfrömmigkeit und einem geistlichen Leben, das mit unserem heutigen Alltag nur wenig zu tun hat. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Das zeigt der Jesuit Dag Heinrichowski nun auch in einem Buch. Wir haben ihn nach dem Leben mit und an der Seite Jesu befragt.
Es ist eine kleine Abweichung, fast nur eine Randnotiz des Alltags: Heute schreibt Siegfried Grillmeyer mit grüner Tinte anstelle blauer – und berichtet, was das mit ihm macht..
Mehr Rummel als Ruhe? Tobias Zimmermann SJ lädt in seinem Weihnachtsimpuls dazu ein, hinter Glühwein und Glitzer das „dunkle Licht“ von Bethlehem neu zu entdecken – und ihm im eigenen Leben Raum zu geben.
In einer Zeit politischer Polarisierung und technologischer Umwälzungen stellt sich die Frage nach der Zukunft des Menschenbildes. Der Sammelband „Mensch werden. Christlicher Humanismus zwischen Philosophie und Theologie“ bietet eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dieser Frage und plädiert für einen Humanismus, der christlich inspiriert, aber nicht exklusiv religiös ist.
Wie finde ich inmitten des Alltagslärms zu mir selbst? Pater Johann Spermann SJ zeigt in „Stille spüren, Tiefe leben“, wie die Methode des Focusing und die ignatianische Spiritualität helfen können, achtsamer mit sich umzugehen – ehrlich, alltagstauglich und ohne fromme Floskeln.
Der Amoklauf im österreichischen Graz hat auch in Deutschland viele Menschen schockiert. Ein 21-Jähriger brachte zehn Menschen um, bevor er sich selbst tötete. Doch es sind nicht nur die Angehörigen der Opfer, denen buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Auch die Mitschüler, Freunde und Lehrer brauchen seelischen Beistand, um das gerade Erlebte verarbeiten zu können. In solchen Fällen hilft die Notfallseelsorge.
Kindertageseinrichtungen sind mehr als Betreuungsorte – sie sind erste Begegnungsräume mit der Vielfalt unserer Welt. Schon die Kleinsten stellen große Fragen zu Sinn, Glauben und Zusammenleben. Wie kann man ihnen Orientierung geben? Die Antwort liegt oft im Erzählen: Geschichten verbinden, fördern Sprache und Empathie – und öffnen den Weg zu interkulturellem und interreligiösem Lernen.
Melanie Wolfers ist Ordensfrau, Speakerin und begleitet als Seelsorgerin Menschen in alltäglichen und besonderen Situationen. Mit ihren Büchern zählt sie zu den erfolgreichsten spirituellen Autorinnen im deutschsprachigen Raum. „Atlas der unbegangenen Wege“ heißt das neueste Buch der Theologin, das sie gemeinsam mit Andreas Knapp geschrieben hat. In Österreich hat der Band es auf Anhieb auf die Bestsellerliste geschafft. Was hat es damit auf sich – und wie kam die Idee für das Buch zustande? Melanie Wolfers gibt im Interview Auskunft.
Papst Franziskus war kein Pontifex der Symbole, sondern einer, der Zeichen setzte. Johann Spermann SJ erinnert an einen Papst, der Brücken baute und die Kirche dorthin führte, wo es weh tut – zu den Rändern, zu den Wunden.