Odysseus

Odysseus, Batmans kleiner Bruder

Die Welt feiert die neue Verfilmung der «Odyssee». Aber war der antike Held ein US-amerikanischer Soldat? Oder wird er gar auf eine kleine Ausgabe von Batman reduziert? Frank Berzbach erhebt gegen Christopher Nolans Deutung des Mythos Einspruch.

Buchempfehlungen für den Sommer

Ein Lesestapel für den Sommer

Welches Buch hat zuletzt begeistert? Und welcher Band ist eine Empfehlung wert? Hier kommt eine zusammengewürfelte Bücherliste aus der Redaktion.

Was dachte Hannah Arendt?

Hannah Arendt ist inzwischen eine Ikone, aber hat sie uns auch heute noch etwas zu sagen? Die Politik-Professorin Grit Straßenberger stellt in ihrer Denkbiographie die politische Philosophin vor. Auch wenn der Tod der berühmten Denkerin sich gerade zum fünfzigsten Mal gejährt hat, so ist das Buch eine Reise bis in die Gegenwart.

Stapel mit Luftpostbrief

Schreib mir doch bald wieder

In unserer Welt, in der Messenger-Dienste den Kommunikationstakt bestimmen und Sprachnachrichten sich überkreuzen, fallen manche Dinge schnell aus dem Rahmen. Zum Beispiel Briefe. Sie machen sich inzwischen rar, sind (wenn handschriftlich geschrieben) aufwendig und alles andere als flink. Doch gerade das macht zu etwas, was uns gerade fehlt.

Sandra Hüller / Ingeborg Bachmann © Elliott Kreyenberg

«Jemand, der einmal ich war»

Ingeborg Bachmann im Kino. Was kann ein Bildmedium uns beibringen, wenn das Werk der Portraitierten aus Buchstaben besteht, aus Sprache? Frank Berzbach schreibt über den den visuellen Zugang zu einem anspruchsvollen literarischen Werk – und dessen Wirken auf der Leinwand.

«Der ritterliche Mann»

Welche Bilder von Männlichkeit gibt es heute? Und wo ist heute sein Platz zwischen pathologischem Frauenhass einerseits und der Forderung nach der Abschaffung des Mannes andererseits? Frank Berzbach plädiert für eine Wiederentdeckung des Gentleman. Alte Bücher geben darüber erstaunliche Antworten.

An die Grenzen gesandt – ­mitten im Alltag

„An die Grenzen gesandt sein“ – so beschreibt die Gesellschaft Jesu ihren Auftrag. Das klingt nach fernen Missionen und heldenhaften Einsätzen weniger Auserwählter. Doch bei näherem Hinsehen liegen viele Grenzen näher – mitten im Alltag. Und an sie sind wir alle gesandt. Ein geistlicher Impuls von Jan Korditschke

St. Anton Schweinfurt

Entdeckt die­ Kirchen neu

„Braucht es diese ­Kirche oder jene Kapelle überhaupt noch?“ Die Sparzwänge, aus denen heraus ­Bistümer ­handeln müssen, machen aus dieser Frage ein ernstes Thema. Kirchen­schließungen sind keine exotischen Vorgänge mehr, sondern auf der Tagesordnung pastoraler Prozesse. Die Gefahr ist dabei, dass wir Kirchen gar nicht mehr als heilige Räume wahrnehmen – sondern auf finanzielle ­Verhandlungsmasse und Baulasten reduzieren.

Frau mit Hund

Das Tier in uns hören

Es gibt Tiere, die uns durchschauen, bevor wir überhaupt ein Wort gesagt haben. Ein Pferd spürt jede Spannung in unserem Körper – den Atem, der stockt, die Hand, die zu fest zieht. Ein Hund trägt die Stimmungen einer Familie mit, als übersetze er sie für sein Familienrudel: Angst, Freude, Streit, Nähe. Johann Spermann sagt: Von dieser Wahrnehmung innerer Regungen können wir Menschen sehr viel lernen.

Was quält dich so?

Es passiert ganz leicht, dass wir angesichts von Krieg und Leid in der Welt in die Überforderung kommen und nicht mehr wissen, wie wir damit eigentlich umgehen können. Im schlimmsten Fall ist es so, dass wir die Menschen in unserem Umfeld aus dem Blick verlieren und nur noch verhärtet miteinander umgehen. Melanie Wolfers ist Ordensfrau und gibt in diesem Beitrag eine Frage mit auf den Weg, die so manche verfahren geglaubte Situation löst und uns wieder handlungsfähig macht.